Rahmenprogramm 2021

Rahmenprogramm

10.07.21, 21:30, Pfarrkirche Maria Attersee

Konzert – Dino Spiluttini


Fotocredits: Tine Marie Spiluttini

Dino Spiluttini is a composer and producer based in Vienna, Austria. His vigorously expressive approach to contemporary electronics responds to precarious emotional dynamics and elegant harmony. The emotional potency of his music lies often in its tendency to yearn for resolution without quite finding any, its flirtations with fulfilment and respite interrupted by anxiety and brooding. The weight of these dramatic scenarios owes much to Spiluttini’s meticulous production, his sinews of sparse arrangements scrunched into thrashing evocations of troubled embodiment, frustrated identity, or worldly unease.
Spiluttini’s most recent release, Heaven (Editions Mego, 2019), contemplates death, reunion and bodily perfection in restless encounters between choirs, organs, harps and pads. He is active also as Wrong Body, whose Benzo Edits (Cut Surface, 2019) adds the lyricism of R&B crooning to his expressive outlets.

http://dinospiluttini.com


17.07.21, 21:30, Sprinzensteinpark

Freilichtkino

A Proposal to project in Scope (Viktoria Schmid, 2020, 8 min)

Fotocredits: Viktoria Schmid / Sixpackfilm

Viktoria Schmid
A Proposal to project in Scope
35mm, 8min, Ton, 2020

Den erweiterten Bildraum des Cinemascope-Formats auslotend etabliert Viktoria Schmid die Weite der litauischen Küstenlandschaft in panoramatischen Einstellungen, inszeniert wogendes Meer, Dünenkämme vor blauem Himmel, bewachsene Sandformationen, dichte Nadelwälder in offenen Horizontalen. Dann verengt sich der Bildraum, Blattwerk und Sträucher forcieren den Blick auf eine weiße Leinwand im Scope-Format, die von Sonnenlicht und den Schatten der sie umgebenden Bäume bespielt wird. Unter kontinuierlichem Meeresrauschen, dem Säuseln des Windes und Vogelgesängen bringt A Proposal to project in Scope Natur-, Bild- und Kinoraum zur Verschmelzung. Das lichtreflektierende Objekt, das zugunsten filmischer Illusion normalerweise in der Unsichtbarkeit verschwindet, wird zur Projektionsfläche für eine ästhetische, theoretische und institutionskritische Befragung des filmischen Dispositivs – eine unwiderstehliche Einladung, Film und Kino anders zu sehen.

(Michelle Koch / Diagonale Film Festival)

Die rote Schildkröte (Michael Dudok De Wit, 2016, 80 min)

Fotocredits: Polyfilm Filmverleih

Die rote Schildkröte
OT: La Tortue rouge
Michael Dudok De Wit | FR 2016 | 80 min

Ein Schiffbrüchiger kämpft sich durch den stürmischen Ozean. Er strandet auf einer einsamen Insel, auf der nur Vögel und einige neugierige kleine Krebse leben. Der Mann baut ein Floß. Doch es gelingt ihm nicht, damit aufs Meer hinauszufahren. Es dauert eine Weile, bis er herausfindet, welche geheimnisvolle Kraft ihn am Verlassen der Insel hindert.

Der Oscar-prämierte Regisseur Michael Dudok de Wit erzählt eine zauberhafte Geschichte über den Kreislauf des Lebens und der Liebe. Sein in Cannes ausgezeichneter DIE ROTE SCHILDKRÖTE ist der erste europäische Film, der vom berühmten japanischen Ghibli-Studio („Spirited Away – Chihiros Reise ins Zauberland“) mitproduziert wurde. Anders als viele aktuelle Animationsfilme wurde er von Hand gezeichnet, was seinen Bildern eine ganz besondere Magie verleiht.

Die Filmvorführung findet im Sprinzensteinpark unter freiem Himmel statt und ist nicht bestuhlt. Wir ersuchen Sie daher Decken oder Sitzgelegenheiten selbst mitzubrigen.
Bei Schlechtwetter entfällt die Vorführung.


07.08.21, 20:00, Atterseehalle

Performance – Leon Höllhumer feat. Puke Puddle

Dj Essverbot
Fotocredits: Florian Pochlatko

Sämtliche Arbeiten hat Leon Höllhumer im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Heilmasseur in Form von visionsartigen „Bildern“ während Therapiesessions empfangen und daraus seine künstler-ische Praxis entwickelt. Im entscheidenden Moment der Heilmassage treten Geist, Körper und Welt in ein ekstatisches Verhältnis zueinander. Der Masseur tritt heraus aus dem Alltag, um in Kontakt mit einer transzendentalen Ideenwelt zu kommen. Massieren heißt ja immer auch massiert werden. In diesem Akt der wechselseitigen Massage arbeitet sich das innere Auge des Masseurs durch die Schichten einer universellen Ikonografie. Es tastet sich vor bis in das subkutane Fettgewebe einer Bildsprache, deren Kunst darin besteht, die optischen Rezeptoren im Auge der Betrachterin bzw. des Betrachters tiefenwirksam zu behandeln, sodass sich bei den RezipientInnen auch eine Heilung einstellen kann.

Puke Puddle ist ein seit 2017 bespieltes DIY-Punk Synth-Drums-Scream-Duo von Tina Bauer (Terz Nervosa, FALLE) und Kristina Pia Hofer (The Boiler, Voiler, Ana Threat). Veranstalter:innen sagen: „The coolest and most unique Hardcore-band you will see for a while” (Generation Noir) und “hin und wieder gibt es eine seltsame Sehnsucht […] aber wir versprechen, dass das Mosaik der Gefühle breiter und reicher sein wird” (Silver Rocket).

https://www.leonhoellhumer.at/